{"id":931,"date":"2020-09-23T16:11:32","date_gmt":"2020-09-23T16:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/barlettiwaas.eu\/?p=931"},"modified":"2020-09-23T16:11:32","modified_gmt":"2020-09-23T16:11:32","slug":"monolog-der-guten-mutter-im-haus-der-statistik-3-4-okt-20uhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/barlettiwaas.eu\/?p=931","title":{"rendered":"&#8220;Monolog der guten Mutter&#8221; im Haus der Statistik, 3.+4.Okt. 20Uhr"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Barletti\/Waas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/barlettiwaas.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/BarlettiWaas-Monolog-der-guten-Mutter-ph-L.Onza_-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-932\" srcset=\"https:\/\/barlettiwaas.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/BarlettiWaas-Monolog-der-guten-Mutter-ph-L.Onza_-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/barlettiwaas.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/BarlettiWaas-Monolog-der-guten-Mutter-ph-L.Onza_-300x169.jpg 300w, https:\/\/barlettiwaas.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/BarlettiWaas-Monolog-der-guten-Mutter-ph-L.Onza_-768x432.jpg 768w, https:\/\/barlettiwaas.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/BarlettiWaas-Monolog-der-guten-Mutter-ph-L.Onza_.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>ph. Luciano Onza<\/p>\n\n\n\n<p>von und mit: Lea Barletti<\/p>\n\n\n\n<p>Produktion und Regie: Barletti\/Waas<\/p>\n\n\n\n<p>Original Music &amp; Sound Design: Luca Canciello<\/p>\n\n\n\n<p>(Dauer: 75\u2019)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum Text<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201cMonolog der guten Mutter\u201d besch\u00e4ftigt sich mit einem der letzten Tabus der westlichen Gesellschaft: der Mutterschaft. Was hei\u00dft das, eine gute Mutter sein? Welche Mutter hat sich nicht zumindest einmal im Leben ihrer Aufgabe nicht gewachsen und unsicher gef\u00fchlt? Und was, wenn sie gar eines Tages die Entdeckung machen sollte, dass sie dem herrschenden und angesagten Modell einer \u201cguten Mutter\u201d gar nicht entspricht, nicht entsprechen will? Dass sie f\u00fcr die Rolle, so wie sie geschrieben ist, gar nicht geeignet ist? Von wem ist diese Rolle denn geschrieben worden, und f\u00fcr wen? Und warum ist es nicht m\u00f6glich, sie neu zu schreiben? \u201cMutter\u201d sein, ist eine Rolle, aber eine Rolle, die nicht jede Frau auf gleiche Weise \u00fcbernehmen kann. Es gibt so viele Arten Mutter zu sein, wie es Frauen gibt, die es geworden sind. Es gibt viele Arten, eine gute Mutter zu sein. Aber das wird dir von niemand gesagt, nicht vorher, und auch nicht w\u00e4hrenddessen: das ist etwas, was man von allein entdeckt, nachher, und auf schmerzhafte Weise, auf eigene Kosten, zum Preis enormer Schuldgef\u00fchle, zum Preis von Irrt\u00fcmern, Fehltritten, Zweifeln, st\u00e4ndigem Scheitern. Und zum Preis verlorener Tr\u00e4ume, Zeit, Energie und Liebe: zum Preis des Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bleibt? Der Zweifel.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber \u201cMonolog der guten Mutter\u201d ist auch die Geschichte einer \u201cBerufung\u201d, die Geschichte einer k\u00fcnstlerischen Berufung und des m\u00fchsamen Wegs, auf den sich jemand macht, um ihr einen Platz in der Welt zu finden. Es ist die Geschichte von jemand, der, mittels und trotz unz\u00e4hliger Stolperer, Zweifel und st\u00e4ndigem Scheitern, das starke und wirkliche Bed\u00fcrfnis versp\u00fcrt, zu einer eigenen Sprache zu finden und durch sie einen Akt zu vollf\u00fchren, der, auf ganz eigene Art, einer Welt zum Leben und zu einer Form verhilft: ein Akt k\u00fcnstlerischer Sch\u00f6pfung. Eine Utopie, klein aber konkret.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bleibt? Die Sehnsucht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cMonolog der guten Mutter\u201d ist zuletzt die Geschichte eines Zweikampfs: des Zweikampfs einer Frau und K\u00fcnstlerin mit sich selbst und ihrem K\u00f6rper, mit ihrem Gewissen, mit ihrer Rolle als Mutter, mit ihren S\u00f6hnen, mit ihrem Bild von sich selbst, mit ihrem eigenen K\u00fcnstlerdasein, mit den Modellen, mit denen sie aus-gestattet wurde, mit den eigenen Erwartungshaltungen und denen der anderen, mit der eigenen Unangemessenheit, mit der eigenen Berufung, mit der eigenen Fehlbarkeit, mit der eigenen Kreativit\u00e4t, mit der Zeit, mit dem Leben, mit der Sprache, mit der Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bleibt? Der K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Frau, allein auf der B\u00fchne. Sie sitzt auf einem Podest, wie ein Ausstellungsgegenstand oder ein Monument: \u201cGute Mutter \/ gemischte Materialien und Techniken\u201d steht auf einem Schild, das an dem Podest an-gebracht ist. W\u00e4hrend ihres Monologs werden als zus\u00e4tzliche Ausstellungsgegenst\u00e4nde\/Zeugen auch der Vater\/Mann, einige Gebrauchsgegenst\u00e4nde und Fotografien auf der B\u00fchne erscheinen. Die Frau beginnt ihren Diskurs damit, dass sie sagt, weggehen zu wollen. Sie wird nicht weggehen, den f\u00fcr sie gibt es kein Leben, als Person und Schauspielerin, au\u00dferhalb des Blickfelds der anderen. Denn es gibt keine andere Welt als die, die aus dem Austausch mit Gleichartigen entsteht, und das Theater ist dieser Austausch, wie schon die Griechen gut verstanden hatten. Die Welt, das Leben, ist das, was zwischen zwei Personen geschieht, w\u00e4hrend sie miteinander sprechen: ist das, was zwischen Schauspieler und Zuschauer geschieht. Die Welt ist hier, ist jetzt, ist das Theater.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bleibt? Das Theater.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Link zum Video der r\u00f6mischen Auff\u00fchrung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-vimeo wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/397129950?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"1200\" height=\"675\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Links zu Kritiken:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Graziano Graziani: <a href=\"https:\/\/www.iltascabile.com\/linguaggi\/teatro-figli\/\">https:\/\/www.iltascabile.com\/linguaggi\/teatro-figli\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Andrea Porcheddu: <a href=\"https:\/\/www.glistatigenerali.com\/teatro\/una-recensione-scritta-prima-che-chiudessero-i-teatri\/\">https:\/\/www.glistatigenerali.com\/teatro\/una-recensione-scritta-prima-che-chiudessero-i-teatri\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Anna Maria Curci: <a href=\"https:\/\/letteremigranti.wordpress.com\/2020\/03\/08\/monologo-della-buona-madre\/?fbclid=IwAR3KmPuCBk8Gom8Qjz-H0BWLiyr-0SU2CgR-RPwYywpx6E4UZUpMk_GvIJg\">https:\/\/letteremigranti.wordpress.com\/2020\/03\/08\/monologo-della-buona-madre\/?fbclid=IwAR3KmPuCBk8Gom8Qjz-H0BWLiyr-0SU2CgR-RPwYywpx6E4UZUpMk_GvIJg<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lea Barletti und Werner Waas<\/strong> haben sich vor vielen Jahren in Rom kennengelernt. Seither leben und arbeiten sie zusammen, zuerst in Rom, dann in M\u00fcnchen, sp\u00e4ter in Lecce und jetzt in Berlin. Gemeinsam haben sie eine Unzahl an St\u00fccken produziert, inszeniert und gespielt, eine Theaterkompanie gegr\u00fcndet (IndumaTeatro), ein multidisziplin\u00e4res Kulturzentrum mitbegr\u00fcndet (ManifattureKnos in Lecce, immer noch aktiv, wenn mittlerweile auch ohne sie), sieben Ausgaben eines Werkstattfestivals eingerichtet \u201cK-Now!\u201d (auch in Lecce), einen Dramatikerpreis ins Leben gerufen und organisiert (\u201cIl Centro del discorso\u201d, drei Ausgaben von 2008 bis 2011), noch eine weitere Kompanie gegr\u00fcndet (Barletti\/Waas), mit der sie zur Zeit zwischen Italien und Deutschland unterwegs sind und haben au\u00dferdem im Lauf der Zeit eine Unmenge anderer Dinge gemacht, darunter auch zwei Kinder, (Rocco und Tobia).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.barlettiwaas.eu\/\">www.barlettiwaas.eu<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Barletti\/Waas ph. 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