RETROSPEKTIVE HANDKE am TD Berlin,18-20 Nov 22

Foto: Maurizio Buttazzo

Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigen wir am TD Berlin erneut drei unserer Handke Stücke: Selbstbezichtigung/Autodiffamazione, Kaspar und Weissagung.

Seit nunmehr 10 Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit Texten Peter Handkes. Seit 10 Jahren spielen wir „Selbstbezichtigung“, seit 8 Jahren „Kaspar“, seit einem Jahr die „Weissagung“. Dazwischen das Großprojekt des selten gespielten Stücks „Über die Dörfer“.

Gemeinsam ist diesen Stücken die Konzentration auf Sprache, auf das, was Sprache mit uns macht, wie sie das Denken formt. Sprache als Materie, als oft tückisches Spielmaterial, das ein Eigenleben hat, eine Eigenständigkeit, die nicht auf nur eine Funktion, auf nur eine Bedeutung heruntergebrochen werden kann. Das macht die Qualität dieser Texte aus, sie bedeuten nichts, verweisen nicht auf andres, sie sind einfach nur da, geformte Sprache, und warten darauf laut gesprochen zu werden, um sich entfalten zu können: in den Köpfen, Herzen und Körpern der Schauspieler, wie in denen des Publikums.

Wir spielen dieses Spiel mit der größtmöglichen Transparenz, bis zur totalen Nacktheit, lassen sich dabei zuschauen, was die Sprache mit und in ihnen anstellt: jedes Mal neu, jedes Mal anders, überraschend auch für uns selber.


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